Eiweißtoxin-Therapie

NEUROLOGIE

Bei dieser Therapie wird ein bestimmtes Eiweißtoxin (Nervengift) in kleinsten Mengen in einen Muskel gespritzt. Diese Maßnahme hilft beispielsweise Patienten mit Parkinson, weil der Muskel so weniger ansprechbar für fehlgesteuerte Impulse wird, die zu einem Zittern oder anderen Bewegungsstörungen führen können.
Weitere Erkrankungen, die mit einer Eiweißtoxin-Injektion therapiert werden können, sind Dystonien, Spastiken, Tics, chronische Migräne und übermäßige Schweiß- oder Speichelproduktion.

Die Behandlung mit em Eiweißtoxin erfolgt nach Abklärung anderer, weniger invasiver Maßnahmen und wird meist in Kombination mit anderen Therapien eingesetzt. Ziel ist ein besseres Erleben des Alltags, die Erleichterung von Bewegungsabläufen beispielsweise auch in der Pflege, Hygiene oder bei der Physiotherapie und oft eine Schmerzreduktion.