Neurosonographie

NEUROLOGIE

Was ist eine Neurosonographie?

Die Neurosonographie beschreibt eine Ultraschalluntersuchung der Nerven im Bereich des Kopfes und des Halses. Dabei wird das Nervengeflecht zweidimensional als Schnittbild dargestellt, was Veränderungen sichtbar macht. Auch das Gehirn, sowie Muskeln und Gefäße können mittels Ultraschall dargestellt werden.

Wichtige Informationen zur Neurosonographie

Bei plötzlichen Sehstörungen, Schwindel oder halbseitigen Symptomen mit Schwäche oder Taubheitsgefühlen kann in der neurologischen Untersuchung die Neurosonographie eingesetzt werden, um Ursachen zu erkennen. Dazu gehört die Doppler- und Duplexsonographie der großen Hals- und Hirngefäße, die auf Verengungen, Veränderungen und Missbildungen untersucht werden.

Wie andere Ultraschalluntersuchungen ist die Neurosonographie schmerzlos und hat keine Nebenwirkungen. Sie kann daher beliebig häufig eingesetzt werden, um beispielsweise in der Schlaganfallvorsorge bei Risikopatienten den aktuellen Zustand der Gefäße zu kontrollieren.

Zur Neurosonographie gehört die extrakranielle Untersuchung der gehirnversorgenden Gefäße sowie die intra- oder transkranielle Sonographie, bei der die unter der Schädeldecke liegenden Gefäße untersucht werden.

Welche Arten der Neurosonographie gibt es?

Die Ultraschalldiagnostik im Bereich der Neurologie wird zur Untersuchung des Gehirns, der Gefäße und der Nerven sowie der Muskeln eingesetzt.

Gehirnsonographie
Beim Ultraschall des Gehirns dringen die Ultraschallwellen durch den Schädelknochen hindurch und ermöglichen die bildgebende Diagnostik des Gehirns. Diese Untersuchung ist beim Großteil der Patienten durchführbar, lediglich bei etwa 15 bis 20 Prozent kann die Gehirnsonographie nicht durchgeführt werden.

Durch eine Gehirnsonographie hat der Arzt oder die Ärztin die Möglichkeit, Teile des Großhirns, den Hirnstamm und die Nervenwasserräume zu untersuchen. 

Gefäßultraschall
In der Neurosonographie findet der Gefäßultraschall hauptsächlich zur Untersuchung der Halsarterien und der Hirnarterien Verwendung. Auf diese Weise lassen sich die vordere und die hintere Halsschlagader und die Gehirnschlagader gut darstellen und beurteilen.

Nervenultraschall und Muskelultraschall
Auch Nerven und Muskeln können mittels Ultraschall untersucht werden. Neben der Betrachtung und Darstellung wird der Ultraschall in diesem Bereich auch kombiniert mit elektrischen Stimulationsverfahren eingesetzt, um die Funktion der Muskeln und Nerven zu untersuchen.

Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten in der Neurosonographie unterschieden, der Dopplersonografie und der Duplexsonografie. Wobei die Dopplersonographie den Blutfluss in den Gefäßen sichtbar macht und die Duplexsonographie zusätzlich eine Beurteilung der Gefäßwand sowie des Verlaufes der Blutgefäße zulässt.

Dopplersonographie
Bei der Dopplersonographie kann die Fließgeschwindigkeit des Blutes gemessen werden und wird daher vorrangig bei Gefäßerkrankungen, wie Verengungen eingesetzt. Im neurologischen Bereich dient sie zur Diagnose von Durchblutungsstörungen im Gehirn oder zur Erkennung von Schlaganfällen. Auch bei chronischen Kopfschmerzen oder Beschwerden wie Schwindelanfälle oder Ohrgeräuschen wird sie eingesetzt.

Duplexsonographie
Die Duplexsonographie kombiniert die B-Bild-Sonographie mit der Dopplersonographie und ermöglicht so eine farbliche Darstellung der Blutströmung in den Gefäßen. Vor allem bei Gefäßverengungen, Arterienverkalkungen und Durchblutungsstörungen kommt dieses Diagnoseverfahren zum Einsatz.

Ablauf einer Neurosonographie

Eine Ultraschalluntersuchung ist ein nicht invasives und einfaches bildgebendes Verfahren zur Diagnosestellung und -unterstützung. Für die Sonographie ist in der Regel keine Vorbereitung notwendig.

1. Einnahme der Position des Patienten

Je nach Körperstelle erfolgt die Untersuchung am sitzenden oder liegenden Patienten. Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin sitzt dabei vor oder neben dem Patienten.

2. Auftragen des Kontaktgels

Hat der Patient oder die Patientin die korrekte und für ihn oder sie angenehme Position eingenommen, bestreicht der Arzt oder die Ärztin sowohl den Schallkopf des Gerätes als auch die zu untersuchende Körperstelle mit einem Kontaktgel. So wird die Leitfähigkeit zwischen dem Ultraschallgerät und der Körperoberfläche hergestellt.

3. Durchführung der Sonographie

Anschließend führt der Arzt oder die Ärztin den Schallkopf über das zu untersuchende Areal, wobei der Schallkopf Ultraschallwellen in den Körper des Patienten oder der Patientin sendet. Diese werden vom Gewebe an den Schallkopf zurückgeworfen, welcher die Daten an das Ultraschallgerät weiterleitet. Je nach Struktur des Gewebes werden unterschiedliche Schwingungen erfasst, welche ausgewertet und als Bild dargestellt werden. Das so entstandene Bild dient dem Arzt oder der Ärztin als Diagnosemöglichkeit. Während der Untersuchung kann der Arzt oder die Ärztin eventuelle Auffälligkeiten direkt mit dem Patienten besprechen. Nach der Untersuchung wird das Kontaktgel entfernt und der Befund erstellt.

Risiken eines Muskel- und Nervenultraschalls

Ultraschalluntersuchungen der Muskeln und der Nerven sind vollkommen schmerzfrei und für die Patienten besteht kein Risiko. Diese nicht invasive Untersuchungsmethode erlaubt eine bildgebende Diagnose ohne Strahlenbelastung für den Patienten oder die Patientin.

Mögliche Komplikationen

Bei einer Sonographie treten in der Regel keinerlei Komplikationen auf. Bei Fragen steht Ihnen Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin gerne zur Verfügung.

Kosten der Neurosonographie

Die Kosten für eine Erstordination bei unserem Facharzt für Neurologie, Dr. med. univ. Heinz Weber, betragen zwischen 220 € und 240 € und beinhaltet ein ausführliches diagnostisches Gespräch, eine neurologisch-klinische Untersuchung und eine Befundübersicht. Die genauen Kosten für eine Neurosonographie können Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin erfragen.

Bitte beachten Sie, dass es sich im The Aurora Ärztezentrum um Wahlarztordinationen handelt und die jeweiligen Privattarife von den Ärztinnen und Ärzten festgesetzt werden. Sind Sie bei uns in Behandlung, so reichen wir auf Wunsch Ihre Honorarnote bei der zuständigen Gebietskrankenkasse ein. Diese erstattet in der Regel bis zu 80% des Kassentarifs.

Häufig gestellte Fragen zur Neurosonographie

Kann ich für den Ultraschall online einen Termin vereinbaren?

Nutzen Sie bitte unseren Online Terminbuchungsservice zur Buchung Ihres Wunschtermines. Hier können beim jeweiligen Facharzt Ihren Wunschtermin reservieren. Ihr gewählter Termin wird Ihnen anschließend schriftlich per Mail bestätigt.

Natürlich können Sie uns auch gerne telefonisch unter +43 1 358 83 40 für eine Terminvereinbarung erreichen.

Was muss ich zur Neurosonographie mitbringen?

Falls Sie das erste Mal in unsere Ordination kommen, bringen Sie bitte allfällig vorhandene Vorbefunde mit, sowie eine Liste mit den derzeit eingenommenen Medikamenten.

Wie lange dauert der Ultraschall?

Die Dauer der Untersuchung beträgt je nach Region und Ausmaß etwa zwischen 10 Minuten bis zu einer halben Stunde. Über den genauen zeitlichen Ablauf informiert Sie Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin gerne im Vorfeld.

Wann bekomme ich die Ergebnisse der Neurosonographie?

Die Ergebnisse der Neurosonographie erhalten Sie anschließend an die Untersuchung in Form eines Arztbriefes. Gerne bespricht Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin die Ergebnisse detailliert mit Ihnen und informiert Sie über eventuelle weitere Untersuchungs- und Behandlungsschritte.

Was genau macht der Neurologe bei der Untersuchung?

Bei der Ultraschalluntersuchung legt der Neurologe oder die Neurologin den Ultraschallkopf auf die zu untersuchende Körperstelle und gleitet mithilfe eines Gleitgels über das betreffende Areal. Dieser Vorgang ist für Sie vollkommen schmerzfrei und risikoarm.

Können Risiken auftreten bei der Neurosonographie?

Ultraschalluntersuchungen sind in der Regel schmerzlos und ohne jegliche Nebenwirkungen. Daher können diese auch beliebig häufig eingesetzt werden.

Bei dieser nicht-invasiven Untersuchungsmethode entsteht keine Strahlenbelastung für den Patienten oder die Patientin, wodurch eine Sonographie auch bei Risikopatienten und Schwangeren bedenkenlos durchgeführt werden kann.