Lymphdrainage

PHYSIOTHERAPIE

Lymphdrainage - das sollten Sie wissen

Lymphdrainage ist die manuelle Entstauung von geschwollenem Gewebe – Ödemen – durch Physiotherapie. Sie kann immer dann helfen, wenn sich Lymphflüssigkeit im Gewebe staut und dadurch zu Schwellungen führt. Vor allem nach Operationen kann der Fluss der Lymphflüssigkeit behindert sein, wenn der chirurgische Eingriff durch Schnitte die Lymphbahnen durchtrennt.

Das Lymphsystem und seine Störungen

Das Lymphatische System dient als Teil des Immunsystems dem Flüssigkeitstransport des Körpers. Parallel zu den Blutgefäßen durchzieht es den Körper und besteht aus lymphatischen Organen und Lymphgefäßen. An verschiedenen Stellen des Körpers bestehen Versteilungspunkt in Form sogenannter Lymphknoten. Das ganze System dient zur Verteilung von Proteinen und anderen Nährstoffen für die Zellstruktur des Körpers.

Bei bestimmten Belastungen des Lymphsystems kommt es zur (unerwünschten) Ansammlung von eiweißreicher Flüssigkeit im Gewebe. So entsteht eine Weichteilschwellung, die meist mit Schmerzen und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit verbunden ist.

Lymphdrainage – so geht‘s

In so einem Fall ist Lymphdrainage die ideale Behandlungsmethode: Dabei wird durch leichte, manuelle Oberflächenmassage der Lymphfluss stimuliert. Stehend kreisförmige, Pump-, Schöpf- und Drehgriffe üben geringen Druck auf die Gefäße aus, deren natürliche Bewegung angeregt wird. Die tiefer liegenden Lymphknoten werden mit kräftigeren Bewegungen angesprochen. Der Effekt ist entstauend und entlastend: Die Lymphdrainage wirkt beruhigend und schmerzlindernd und steigert insgesamt das Wohlbefinden.

Wann wird eine Lymphdrainage angewendet?

Lymphdrainage kommt oft in Zusammenwirken mit anderen Therapiebausteinen zur Anwendung. Mit einem Arzt wird im Einzelfall abgeklärt, ob die Therapie geeignet erscheint – oder ob etwas gegen die Behandlung spricht.

Im The Aurora Ärztezentrum wird die manuelle Lymphdrainage wie alle anderen physiotherapeutischen Leistungen von Michaela Alteneder BSc angeboten.Sie ist Physiotherapeutin am The Aurora Ärztezentrum, erklärt an einem Beispiel:

„Nach einer Operation, zum Beispiel einem Brustkrebseingriff, kommt es nicht selten vor, dass betroffene Frauen über ein Lymphödem am Arm klagen.“ Da hilft Lymphdrainage: „Durch regelmäßige Lymphdrainage kann der Schwellung gegengewirkt werden – der Lymphfluss kommt wieder in Gang und die Schmerzen lassen nach.“

Manuelle Lymphdrainage wird durch die Ärztin oder den Arzt verordnet und die ausgebildete Physiotherapeutin durchgeführt. Dabei variiert die Behandlungsdauer je nach Schwere der Erkrankung und Bedarf der Patientin. Die Häufigkeit hängt von der Therapie ab. Während der ersten Phase der Entstauung wird die Behandlung öfter durchgeführt – bis zu einmal täglich –, später nimmt die Frequenz der Behandlungen ab.

Die Lymphdrainage kommt bei folgenden Erkrankungen zum Einsatz:

  • Chronisches Lymphödem
  • Chronisch-venöse Insuffizienz (sichtbar durch Krampfadern)
  • Schwellung nach Operationen
  • Lymphstauungen bei Tumorerkrankungen

Außerdem gibt es weitere, nicht-krankheitsbedingte Anwendungsgebiete für die Lymphdrainage. Eine Schwangerschaft kann bei Frauen beispielsweise zu Ödemen führen, die vor nach langem Stehen bzw. abends auftreten.

So wird eine Lymphdrainage durchgeführt

Im Unterschied zur klassischen Massage ist die Aufmerksamkeit der Lymphdrainage nicht vorrangig auf Muskeln und deren Beweglichkeit gerichtet. Nicht durch „Kneten“, sondern durch sanfte Dehnungsreize wird die Haut und das darunter liegende Gewebe stimuliert. Diese manuelle Therapie wirkt anregend für den Flüssigkeitskreislauf, aber nicht primär durchblutungsfördernd.

Was geschieht bei einer manuellen Lymphdrainage im The Aurora Ärztezentrum?

Stehende Kreise:

Hier macht die Therapeutin mit gestreckten Armen sanft kreisende Bewegungen. Dadurch wird die Haut in größeren Bereichen horizontal flächig bewegt und in Richtung Lymphabfluss stärkerer Druck ausgeübt.

Pumpgriff:

Mit ineinandergreifenden quer und längs zur aufgelegten (anderen) Handfläche gerichteten Massagebewegungen „pumpt“ die Therapeutin die Lymphe in Abflussrichtung.

Schöpfgriff:

Durch abwechselnd Quer- und Längsschub übt die Therapeutin mit der flachen Hand eine schöpfende Bewegung aus und „schöpft“ so die Lymphflüssigkeit in die gewünschte Abflussrichtung.

Drehgriff:

Mit beidhändiger Drehbewegung wird auf flachen Körperoberflächen durch sanften Druck die unter der Haut befindliche Lymphflüssigkeit bewegt.

Kosten der Lymphdrainage

Die Preise für unsere Behandlungen finden Sie auf unserer Preisliste hier.

Unsere Leistungen bezahlen Sie bitte bei uns vor Ort. Danach reichen Sie die Kosten über Ihre Privatversicherung oder bei Ihrer Krankenkasse ein und Sie erhalten eine finanzielle Erstattung.

Häufig gestellte Fragen zur Lymphtherapie

Wie hoch sind die Rückerstattungskosen bei der Krankenkasse?

Die Höhe der Rückerstattungskosten sind abhängig von Ihrer jeweiligen Krankenversicherung.

Die Kostenzuschüsse für 30´verteilen sich wie folgt (Stand 2.2.2022)

BVA: € 4,-
SVS: € 9,29
ÖGK: € 8,33

Die Kostenzuschüsse für 50´verteilen sich wie folgt (Stand 2.2.2022)

BVA: € 8,-
SVS: € 15,47
ÖGK: € 13,88

Eine private, ambulante Zusatzversicherung übernimmt normalerweise die Differenz. Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer privaten Versicherung.

Wo kann ich eine einen Termin vereinbaren?

Sicher können Sie das. Bei uns im The Aurora Ärztehaus können Sie vollkommen unkompliziert und einfach online einen Termin zur Beratung vereinbaren. Klicken Sie hierzu einfach auf unserer Homepage auf den Butten „online Termin vereinbaren“ und reservieren Sie sich Ihren Wunschtermin. Geben Sie uns einige Stichworte, damit wir wissen, worum es sich handelt. Wir freuen uns, sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Was muss ich für die Behandlung mitbringen?

Wie bei allen physiotherapeutischen Behandlungen benötigen wir eine Verordnung dazu. Bitte nehmen Sie diese zum Ersttermin mit oder schicken Sie diese vorab an offce@theaurora.at

Wie lange dauert eine Lymphdrainage?

Die Dauer der Therapie ist unterschiedlich. Je nach Stauung und betroffener Region zwischen 30-50 Minuten.