Hernienchirurgie

CHIRURGIE UND VISZERALCHIRURGIE

Hernien sind Bauchwandbrüche, die durch Schwachstellen im Bindegewebe entstehen. Durch diese Pforte kann der Inhalt des Bauchraumes nach außen treten. Ziel der Operation ist die Risikominimierung für Folgeerkrankungen, wie Darmverschlüsse oder dergleichen und die rasche Mobilisierung des Patienten. 

Allein in Österreich werden jedes Jahr ca. 25.000 Patienten im Bereich der Hernienchirurgie behandelt. Betroffen sind in erster Linie Männer, davon erleiden etwa ein Viertel einmal im Leben einen Eingeweidebruch. Frauen hingegen sind lediglich mit drei Prozent betroffen.

Hernien können durch chirurgische Eingriffe sehr gut behandelt werden, wobei es jedoch auch hier in einigen Fällen zu einem erneuten Bruch kommen kann.

Was ist eine Hernie?

Eine Hernie bezeichnet den Austritt von Eingeweiden durch eine Bruchöffnung in der Bauchdecke. Diese Schwächung der Bauchhöhlenwand kann bereits angeboren sein oder durch äußere Einflüsse erworben werden.

Merkmale einer Hernie

Hernien weisen in der Regel drei typische Merkmale auf – die Bruchpforte, der Bruchsack und der Bruchinhalt.

Bruchpforte:
Die Bruchpforte ist die Stelle, an der die Eingeweide durch die Bauchwand hindurchtreten. Meist tritt sie an einer Schwachstelle des Bindegewebes auf. In manchen Fällen ist diese bereits angeboren, etwa der Nabel oder im Bereich des Samenleiters beim Mann. Sie kann jedoch auch erst später durch Überbelastung, Narben nach Operationen oder während der Schwangerschaft entstehen.

Der Innenraum des Bauches ist permanentem Druck ausgesetzt, der sich durch Husten, Pressen, Heben oder Druck von außen erhöhen kann. Hält die Bauchwand diesem Druck nicht stand, können sich Stellen öffnen, an denen der Darm oder andere innere Organe hindurchtreten können.

Bruchsack:
Der Bruchsack bezeichnet die Wölbung, die entsteht, wenn Eingeweide durch den Bruch nach außen drücken. Diese Ausbeulung ähnelt einem Sack, der vom Bauchfell ausgekleidet wird.

Bruchinhalt:
Innerhalb des Buchsacks müssen sich nicht immer innere Organe befinden. In manchen Fällen ist der Bruch auch leer oder mit Entzündungen und Bruchwasser gefüllt. Besteht der Bruchinhalt jedoch aus Teilen der inneren Organe, wie Darm oder Blase, können gefährliche Komplikationen entstehen.

Sympome einer Hernie

Das markanteste Symptom einer Hernie ist die Wölbung der Bauchwand an der Stelle des Bruchs. Doch nicht jeder Bruch bildet auch eine Ausbuchtung. Besonders wenn der Bruch noch frisch ist, lässt sich der Inhalt oft mit leichtem Druck problemlos wieder in die Bauchhöhle zurückdrücken.

Ist die Vorwölbung des Bruchs mit Eingeweiden gefüllt, macht sich dies unter Umständen mit Schmerzen bemerkbar. Besonders bei Druck auf den Bauch oder bei langem Sitzen werden diese eingeklemmt, was sehr unangenehm sein kann.

Je älter der Bruch ist, desto eher ist mit Entzündungen oder Verwachsungen in diesem Bereich zu rechnen. Werden diese nicht behandelt, kann dies zu weiteren Beschwerden führen.

Ist der Darm in Mitleidenschaft gezogen, kann dies im schlimmeren Verlauf zu einem Darmverschluss führen, welcher lebensbedrohlich werden kann. Nur durch eine sofortige Operation können schwerwiegende Folgen vermieden werden.

Hernienarten

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Hernien unterschieden – die äußere Hernie und die innere Hernie.

Wenn die Hernie von außen sichtbar ist und eine deutliche Wölbung an der Stelle des Bruchs herausragt, spricht man von einer äußeren Hernie. Diese kommt häufig im Bereich der Leiste, des Nabels und der Oberschenkel vor. 

Hernien können jedoch auch innerhalb des Körpers liegen, meist im Bereich des Zwerchfells. Dabei tritt die Wölbung nach innen aus und ist von außen nicht sichtbar.

Äußere Hernien:

  • Leistenbruch
  • Schenkelbruch
  • Nabelbruch
  • Narbenbruch

Innere Hernien:

  • Zwerchfellbruch

Hernien bilden sich nicht von selbst zurück, daher sollten Brüche in jedem Fall operativ behandelt werden.

Leistenbruch

Die Region um das Leistenband herum ist besonders häufig von Bauchdeckenbrüchen betroffen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, da hier die Muskulatur aufgrund der Anatomie leichter auseinandergedrückt werden kann als an anderen Stellen des Körpers.

Beim Leistenbruch entsteht eine Öffnung der Bauchdecke oberhalb des Leistenbands, welches entlang des Schambeins am Beginn des Oberschenkels verläuft. Bei Männern kann hier bereits in den ersten Lebensmonaten eine Schwächung der Bauchdecke entstehen, wenn der Gang, durch den die Hoden in den Hodensack wandern, nicht vollständig verschlossen wird. Im Normalfall verklebt diese Stelle, passiert dies jedoch nicht, kann dies eine Leistenhernie begünstigen.

Doch auch in späterer Folge kann ein Leistenbruch aufgrund von Überanstrengung ausgelöst werden. Grundsätzlich wird die Bauchdecke durch die Muskulatur geschützt, ist diese jedoch geschwächt, besteht keine ausreichende Schutzfunktion mehr und die Bauchdecke kann an instabilen Stellen reißen. Gründe hierfür sind Überbeanspruchung in der Schwangerschaft, übermäßiger Druck bei erschwertem Stuhlgang, Verletzungen oder schweres Heben,

Daher auch der Ausspruch: „Du hebst dir noch einen Bruch“.

Die Leistenhernie macht die häufigste Form der Bauchdeckenbrüche aus, wobei zum größten Teil Männer betroffen sind. Der Bruch liegt immer oberhalb des Leistenbands und kann auch auf beiden Seiten zeitgleich auftreten.

Viele Betroffene haben anfangs keine Beschwerden, wird die Vorwölbung allerdings größer treten oft Schmerzen bei körperlicher Anstrengung auf. Treten Teile des Darms durch den Bruch nach außen, können diese mit der Zeit absterben, was zu weiteren Komplikationen führen kann. Daher ist in der Regel immer ein operativer Eingriff notwendig.

Schenkelbruch

Der Schenkelbruch äußert sich dadurch, dass sich der Bruch unterhalb des Leistenbands befindet und die Wölbung daher oft an der Oberschenkelinnenseite zu sehen ist.

Diese Hernienart kommt vor allem bei Frauen im fortgeschrittenen Alter vor. Mehr als 90 % aller Hernien bei Frauen sind Schenkelbrüche.

Oft kommt es in weiterer Folge zu einer Einklemmung von Darmteilen, weshalb die Schenkelhernie unbedingt chirurgisch versorgt werden sollte. Im Gegensatz zum Leistenbruch ist der Schenkelbruch zudem meist von Beginn an mit Schmerzen verbunden.

Nabelbruch

Ein Nabelbruch kann Menschen jeden Alters betreffen, etwa 5 bis 10 % haben bereits als Säuglinge direkt nach der Geburt eine Hernie im Bereich des Nabels. Die Bauchwand ist bei kleinen Kindern aufgrund des noch schwachen Bindegewebes nicht vollkommen stabil. Durch diese Instabilität entsteht leicht eine Austrittspforte am Nabelring, wodurch eine Auswölbung des Nabels entsteht.

Bei Säuglingen ist die Gefahr des Einklemmens von Eingeweiden noch sehr gering, daher wird meist lediglich eine Bandage angelegt, damit sich der Nabelbruch selbstständig spontan zurückbilden kann.

Auch bei Erwachsenen können Nabelbrüche auftreten, in der Regel verursachen sie aber keine Beschwerden. Durch die kleine Öffnung können dennoch Eingeweide nach außen treten und eingeklemmt werden, daher empfiehlt sich auch bei einem Nabelbruch eine Versorgung mittels Hernienchirurgie.

Narbenbruch

Die Narbenhernie tritt, wie der Name schon sagt, nur im Bereich von Narben auf. Besonders Narben, die durch alle Bauchwandschichten gehen, weisen nicht mehr die notwendige Elastizität auf. So können bei Überanstrengung und falscher Belastung Risse entstehen, durch welche Eingeweide austreten können. 

In vielen Fällen ist einem Narbenbruch eine offene Bauchoperation vorangegangen, wie etwa ein Kaiserschnitt oder Darmoperationen. Treten einige Zeit nach einem solchen Eingriff Ausbuchtungen oder Wölbungen im Bereich der Narbe auf, könnte ein Narbenbruch dahinterstecken.

Oft haben betroffene Personen anfangs weder Schmerzen noch Beschwerden. Vergrößert sich der Bruch jedoch, steigt das Risiko von Einklemmungen. 

Ein großes Problem bei einem chirurgischen Eingriff zur Hernienbehebung ist die bereits vorhandene Narbe. Oft sind Verwachsungen vorhanden, die zu weiteren Komplikationen führen können. Bei einem Narbenbruch ist dennoch immer möglichst frühzeitig eine Operation anzustreben, um eine Ausdehnung des Bruches zu verhindern.

Zwerchfellbruch

Der Zwerchfellbruch ist eine sogenannte innere Hernie, da die Organe nicht nach außen treten, sondern durch ein Loch im Zwerchfell vom Bauchraum in den Brustraum gleiten können. Auch hier ist die Gefahr einer Einklemmung durch die Lücke im Zwerchfell gegeben. 

Die Zwerchfellhernie ist genau genommen keine Verletzung des Zwerchfells, sondern die Vergrößerung eines Durchganges. Es besteht bereits eine Lücke im Zwerchfell, durch diese die Speiseröhre mit dem Magen verbunden ist. 

Kommt es zu einer Vergrößerung, aufgrund einer Bindegewebsschwäche, Übergewicht oder Überanstrengung, können Teile des Verdauungstraktes in den Brustraum treten, was mit Schmerzen verbunden ist.

Ein Zwerchfellbruch ist im Allgemeinen immer chirurgisch zu versorgen.

Hernienchirurgie – Wichtige Informationen

Hernien werden in der Regel immer chirurgisch behandelt. Treten akute Beschwerden, wie die Einklemmung des Darms auf, können auch Notoperationen notwendig sein.

Die Operation kann unter Vollnarkose oder mit lokaler Betäubung durchgeführt werden. Bei größeren Brüchen und Einklemmungen erfolgt der Eingriff stationär unter Vollnarkose.

Je nach Möglichkeit kann der Bruch auch minimal-invasiv mittels Laparoskopie geschlossen werden. Die Schlüssellochoperation erfolgt mit einem dünnen Endoskop, welches durch kleine Einschnitte in die Bauchdecke gebracht wird. Dies hat den Vorteil, dass die Bauchdecke weitgehend intakt bleibt und diese Technik, die man auch geschlossene Hernienchirurgie nennt, für den Patienten weniger belastend ist.

Bei der offenen Hernienchirurgie wiederum wird ein Schnitt im Bereich des Bruchs vorgenommen und in den meisten Fällen ein Kunststoffnetz zur Verstärkung eingesetzt. Diese Vorgehensweise reduziert das Risiko eines erneuten Aufbrechens enorm.

Welche Operationsmethode letztendlich zum Einsatz kommt, hängt jedoch von der Art und dem Ausmaß des Bruches und dem Gesundheitszustand der betroffenen Person ab.

Welcher Arzt gilt als Spezialist für die Hernienchirurgie?

Die chirurgische Behandlung von Hernien werden in erster Linie von Fachärzten für Chirurgie und Viszeralchirurgie durchgeführt. 

Die Viszeralchirurgie ist ein eigenständiges Fachgebiet und befasst sich ausschließlich mit operativen Eingriffen im Bereich der Eingeweide. Umgangssprachlich wird dieser Fachbereich auch als Bauchchirurgie oder Abdominalchirurgie bezeichnet.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer Hernie?

Hernien können nur durch einen operativen Eingriff beseitigt werden, alternativ gibt es keine konservativen Therapieformen.

Ablauf eines chirurgischen Eingriffs

Der Ablauf eines chirurgischen Eingriffes zur Behandlung von Hernien gestaltet sich prinzipiell in drei Schritten:

  1. Voruntersuchung
  2. Chirurgischer Eingriff
  3. Nachsorge

Je nach Art, Lage und Ausmaß der Hernie gibt es verschiedene Möglichkeiten für den chirurgischen Eingriff.

Voruntersuchung
Zunächst gilt es eine genaue Anamnese zu erstellen und die Bruchstelle zu untersuchen. Hierbei wird festgestellt welche Art der Hernie vorliegt, wieweit der Bruch bereits fortgeschritten ist und ob bereits innere Organe in Mitleidenschaft gezogen wurden. 

Neben einer eingehenden körperlichen Untersuchung kann auch eine Ultraschalluntersuchung oder in seltenen Fällen eine Computertomografie Aufschluss über das Ausmaß geben. Besonders bei einer Zwerchfellhernie werden diese Möglichkeiten zur sicheren Diagnose angewandt.

Anschließend erfolgt die OP-Freigabe und ein Gespräch mit dem Anästhesisten, welcher über allfällige Risiken einer Vollnarkose oder je nach OP-Methode auch einer Lokalanästhesie aufklärt.

Chirurgischer Eingriff bei einem Leistenbruch
Ein Leistenbruch wird in der Regel immer chirurgisch versorgt, da sich dieser nicht von alleine zurückbilden kann. 

Grundsätzlich kann ein Leistenbruch je nach Größe mittels drei verschiedener Operationsverfahren geschlossen werden. Bei der Operation nach Shouldice wird der Leistenbruch durch einen Hautschnitt freigelegt, der Bruchinhalt wieder in die Bauchhöhle zurückgedrückt und der Bruch zugenäht.

Die Operation nach Lichtenstein verläuft auf die gleiche Art, hier wird die Lücke jedoch mit einem Kunststoffnetz, welches über den Bruch gelegt wird, stabilisiert. Das Netz wird am umliegenden Gewebe befestigt und sorgt so für einen besseren Halt.

Die dritte Methode stellt ein minimal-invasives Verfahren dar, wobei mittels Endoskop gearbeitet wird. Über kleine Bauchschnitte wird ein Kunststoffnetz zur Bruchstelle gebracht und dort vernäht.

Chirurgischer Eingriff bei einem Schenkelbruch
Beim Schenkelbruch wird entweder eine offene oder eine geschlossene Operationsmethode angewandt. Bei der offenen Methode wird ebenso der Bruch freigelegt und der Bruchinhalt entweder entfernt oder an die ursprüngliche Stelle zurückgebracht. Der Bruch selbst wird mit dem umliegenden Gewebe vernäht. Da der Schenkelbruch jedoch meist an einer sehr beanspruchten Stelle liegt, können nach einer Operation Spannungen auftreten, die zu einem neuerlichen Bruch führen können.

Es kann auch ein Kunststoffnetz eingebracht werden, welches über die Bruchpforte gespannt wird und durch das neu entstehende Narbengewebe eine neue Schicht über dem Bruch entstehen lässt.

Bei der geschlossenen Operation wird über kleine Schnitte der Bruch freigelegt und mittels Endoskop vernäht.

Chirurgischer Eingriff bei einem Nabelbruch
Nabelbrüche werden je nach Bruchgröße entweder mittels Endoskopie oder mittels Bauchschnitt operiert.  Bei der Öffnung der Bauchdecke wird der Bruchsack freigelegt und der Inhalt wieder in die Bauchhöhle verbracht. Anschließend wird das darüberliegende Bindegewebe meist doppelt vernäht, um eine höhere Stabilität zu erreichen. Größere Brüche werden mit einem Kunststoffnetz verschlossen.

Als zweite Möglichkeit dient die Laparoskopie, wobei die Bruchpforte mithilfe eines Endoskops direkt verschlossen wird. Wenn notwendig, kann auch bei dieser Methode ein Bauchnetz eingebracht werden.

Chirurgischer Eingriff bei einem Narbenbruch
Der chirurgische Eingriff bei einem Narbenbruch stellt die Chirurgen vor eine besondere Herausforderung, da hier das Risiko eines erneuten Bruchs größer ist. Große Brüche im Bereich von Narbengewebe werden oft vorbehandelt. Dazu wird die Bauchhöhle über einen längeren Zeitraum durch eingebrachte Luft gedehnt. Das erleichtert den nachfolgenden Eingriff und das Zurückbringen des Bruchinhaltes an seine ursprüngliche Stelle.

Der Bruchverschluss kann entweder durch direktes Vernähen oder durch das Einbringen eines Kunststoffnetzes erfolgen.

Chirurgischer Eingriff bei einem Zwerchfellbruch
Bei einem Zwerchfellbruch wird häufig die Fundoplikato-Methode angewandt, wobei hier eine aus Magenanteilen geformte Manschette um den unteren Teil der Speiseröhre gelegt wird. Dadurch wird der Rückfluss von Magensäure verhindert. Diese Operationstechnik kann durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgen. Der Eingriff gewährleistet eine hohe Erfolgsquote und führt bei neun von zehn Behandlungen zu einer dauerhaften Heilung.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Gastorpexie oder auch Fundopexie, wobei der Magen an seine ursprüngliche Position gebracht und an die vordere Bauchwand fixiert wird.

Die dritte Methode ist die Hiatoplastik, bei der die Lücke im Zwerchfell durch Nähte kleiner gemacht wird. In manchen Fällen wird zur zusätzlichen Stabilisierung ein Kunststoffnetz eingenäht.

Nachsorge nach der Hernienoperation
Eine längere Ruhigstellung ist nach einer Hernienoperation in der Regel nicht notwendig. Je nach Art des Eingriffes und der Narkose können die Patienten innerhalb einiger Stunden aufstehen. Die frühe Mobilität der Patienten verringert auch die Gefahr einer Thrombose.

Aufgrund der Gabe von örtlichen Betäubungsmitteln treten nach der Operation meist auch keine Schmerzen auf. Bei auftretenden Schmerzen können Schmerzmittel verabreicht werden.

Nach etwa zwei bis drei Tagen erfolgt der Verbandswechsel, wobei die Operationsnaht vom behandelnden Arzt kontrolliert wird.

Je nach Schwere der Operation sollte eine Belastung für mindestens drei Wochen vermieden werden. Leichte sportliche Betätigung ist meist nach vier bis fünf Wochen wieder möglich. Dies sollte jedoch unbedingt mit dem Chirurgen abgeklärt werden.

Für bis zu sechs Monate nach dem Eingriff dürfen keine schweren Gegenstände von mehr als zehn Kilogramm gehoben werden, da dies den Erfolg der Operation beeinträchtigen könnte.

Risiken der Hernienchirurgie

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch bei der Hernienchirurgie Risiken. Da in der Regel in unmittelbarer Nähe zu wichtigen inneren Organen, wie Darm und Blase operiert wird, besteht natürlich die Gefahr diese zu verletzen.

In seltenen Fällen kann es bei der Verwendung von Kunststoffnetzen zu Verhärtungen kommen. Auch die Möglichkeit des Wiederauftretens von Brüchen im operierten Bereich besteht.

Mögliche Komplikationen

Aufgrund neuester Operationsmethoden und innovativer Technologien, können Komplikationen, wie Blutungen, Thrombosen und Infektionen bei einer Hernienchirurgie relativ gut vermieden werden.

Jedoch kommt es nach einem Eingriff häufiger zu Blutergüssen und Schwellungen. Diese verschwinden im Normalfall rasch nach der Operation wieder. Auch leichte Schmerzen und ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Operationsbereich sind möglich.

Kosten der Hernienchirurgie

Die Erstordination für chirurgische Fragestellungen kostet zwischen 120€ und 150€ und beinhaltet eine Voruntersuchung, die Erstellung einer Anamnese und die Besprechung der weiteren Vorgehensweise.

Die Kosten für eine Hernienoperation gestalten sich je nach Aufwand und Operationsmethode individuell und werden Ihnen in einem Kostenvoranschlag detailliert aufgezeigt.

Bitte beachten Sie, dass es sich im The Aurora Ärztezentrum um Wahlarztordinationen handelt und die jeweiligen Privattarife von den Ärztinnen und Ärzten festgesetzt werden. Sind Sie bei uns in Behandlung, so reichen wir auf Wunsch Ihre Honorarnote bei der zuständigen Gebietskrankenkasse ein. Diese erstattet in der Regel bis zu 80% des Kassentarifs.

Hernienchirurgie im TheAurora Ärztezentrum in Wien

Unsere Fachärzte für Chirurgie und Viszeralchirurgie Dr. med. univ. Peter Blaha und Dr. med. univ. Renato Seyrafi stehen Ihnen für eine Ersteinschätzung gerne zur Verfügung.

Hernienchirurgie – Antworten auf Fragen

Kann ich für die Hernienchirurgie online einen Termin vereinbaren?

Um eine Operation zu planen ist eine vorherige Untersuchung beim Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie notwendig. Dieser wird im Vorfeld eine genaue Anamnese erstellen und den für Sie bestmöglichen Behandlungsplan ausarbeiten.

Bitte nutzen Sie zur Terminvereinbarung für die Erstordination unsere Online Terminvergabe. Natürlich sind wir auch telefonisch unter der Rufnummer +43 1 358 83 40 für Sie zu erreichen.

Wie lange dauert eine Hernienchirurgie?

Der Eingriff hängt von verschiedenen Kriterien, wie, der Lage der Hernie, dem Ausmaß des Bruchs und der Operationsmethode (offene oder geschlossene Operation) ab. Auch der aktuelle Gesundheitszustand und eventuelle weitere Risiken sind mitzuberücksichtigen.

Chirurgische Eingriffe werden in der Regel stationär durchgeführt, wobei ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt einzuplanen ist. Operationen kleinerer Bauchwandbrüche sind mitunter auch ambulant zu möglich. Dies wird jedoch individuell mit Ihnen im Vorgespräch besprochen.

Was genau macht der Arzt bei der Hernienchirurgie?

In der Regel werden Hernien durch Netze, die teilweise resorbierbar sind, stabilisiert. Diese Bauchnetze sind extrem reißfest und halten dem Druck im Bauchraum stand. Somit ist der Bruch verschlossen und die Gefahr für das Austreten von inneren Organen ist gebannt.

Für die Befestigung der Netze gibt es verschiedene Implantationsmethoden, die je nach Fall individuell angewandt werden. 

Bei sehr kleinen Brüchen unter 4 cm und hier vorrangig bei Narbenhernien wird in seltenen Fällen ein einfacher Nahtverschluss angewandt. Dies wird jedoch in jedem einzelnen Fall individuell entschieden.

Kann es bei der Hernienchirurgie zu Komplikationen kommen?

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff sind auch bei der Hernienchirurgie Komplikationen nicht auszuschließen. In seltenen Fällen sind Verletzungen des umliegenden Gewebes, Schädigungen von Nerven und Blutgefäßen, Infektionen und Blutungen möglich. Auch das Thrombose- und Embolierisiko steigt. Ebenso können Wasseransammlungen im Gewebe und Schwellungen nach einer Operation auftreten.

Die Fachärzte, einschließlich des Operationsteams, sind jedoch immer auf größtmögliche Sorgfalt bedacht und besprechen im Vorfeld alle möglichen Nebenwirkungen und Risiken des Eingriffs.