Herzultraschall

INNERE MEDIZIN

Was wird bei einem Herzecho gemacht?

Das Herzecho ist eines der am häufigsten durchgeführten bildgebenden Verfahren zur Erkennung krankhafter Veränderungen des Herzens. Mittels Ultraschallwellen können Schnittbilder von Organen und dem umliegenden Gewebe erstellt werden, welche dem Arzt zur Diagnosestellung dienen.

Herzultraschall – Wichtige Informationen

Der Herzultraschall kann zur erweiterten Diagnosestellung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden. Sie liefert wertvolle Informationen über die Herzfunktion und eventuelle Defekte. Herzmuskelerkrankungen, Entzündungen, Blutgerinnsel und eine Herzschwäche lassen sich mithilfe eines Herzechos ebenfalls erkennen. 

Grundsätzlich ist die Durchführung eines Herzultraschalls für die Patienten risikoarm und schmerzfrei. 

Welcher Arzt führt ein Herzecho durch?

Ein Herzecho wird von Fachärzten für Innere Medizin durchgeführt. Zu diesen zählen Dr. med. univ. Markus Seidl-Konzett, Univ. Doz. Dr. Christian Joukhadar, Dr. med. univ. Elisabeth Rosenbaum-Medani

Mögliche Befunde, die bei einem Herzultraschall festgestellt werden können

Ein Ultraschall des Herzens wird meist eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit des Herzens zu beurteilen und allfällige Erkrankungen zu erkennen.

Mögliche Einsatzgebiete für Herzultraschall sind:

  • Herzgeräusche bei Kindern
  • Verdacht auf Herzinfarkt
  • Zur weiteren Abklärung nach einem Herzinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Angeborener Herzfehler
  • Erkrankungen des Herzens
  • Durchblutungsstörungen
  • Verengung der Herzkranzgefäße
  • Herzmuskelentzündung
  • Zur erweiterten Diagnosestellung nach einem auffälligen EKG

Der Herzultraschall bietet eine nicht invasive Möglichkeit zur genauen Betrachtung und Beurteilung des Herzens und seiner Funktion.

Wie aussagekräftig ist ein Herzecho?

Bei einem Herzecho wird der Aufbau des Herzens, die genaue Struktur, sowie die Herzbewegung und der Blutfluss detailliert dargestellt und ermöglicht so eine zuverlässige und genaue Diagnosestellung.

Da die Untersuchungsergebnisse in der Regel sofort verfügbar sind, stellt die Herzkardiographie eine besonders rasche Diagnosemöglichkeit dar.

Ablauf von eines Herzultraschalls

Der Ablauf der Untersuchung gestaltet sich je nach Ultraschallmethode unterschiedlich. Im ersten Schritt erfolgt jedoch immer ein Aufklärungsgespräch mit dem Patienten, wobei er über die Risiken und den genauen Ablauf der Untersuchung informiert wird.

1. Aufklärung und Anamnese
Unabhängig von der gewählten Untersuchungsmethode wird im Vorfeld immer eine detaillierte Anamnese erstellt und der Patient über etwaige Risiken aufgeklärt.

2. Durchführung des Herzultraschalls
Die Durchführung der Untersuchung hängt von der Ultraschallmethode ab. In der Regel wird der Oberkörper frei gemacht und der Patient in die gewünschte Position gebracht. Bei einer äußerlichen Ultraschalluntersuchung wird Kontaktgel auf den Brustkorb aufgebracht. Bei einem Schluck-Echo kann auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht werden.

3. Nachsorge und Abschlussbesprechung
Im Anschluss an die Untersuchung folgt je nach Methode eine kurze Beobachtungszeit, etwa nach einem Stress-Echo. Auch nach einer transösophagealen Echokardiographie bleibt dem Patienten noch etwas Zeit zum Ausruhen.  In allen Fällen wird der Patient nach der Untersuchung über das vorläufige Untersuchungsergebnis in Kenntnis gesetzt.

Wie lange dauert ein Herzecho?

Abhängig von der Ultraschallmethode dauert das Herzecho zwischen zehn bis zwanzig Minuten. Bei einem Herzecho unter Belastung (Stressechokardiographie) muss für die Zeit am Ergometer und eine eventuelle Beobachtungsphase nach der Untersuchung zusätzliche Zeit eingeplant werden. In der Regel ist jede echokardiographische Untersuchung innerhalb einer Stunde durchzuführen.

Herzultraschall beim Kind

Oft werden im Zuge von Routineuntersuchungen Herzgeräusche bei Kindern festgestellt. Zur Abklärung erfolgt in vielen Fällen ein Herzultraschall. Diese Untersuchung ist für die Kinder völlig ungefährlich und schmerzfrei. 

Schallwellen liefern präzise Bilder des kleinen Herzens und geben Aufschluss über dessen Größe und Funktion. So können Herzerkrankungen ausgeschlossen und Gründe für eventuelle Beschwerden oder Auffälligkeiten erkannt werden. Je nach Kooperation des Kindes dauert die Untersuchung eine halbe Stunde bis Stunde.

Was ist zu beachten?

Steht ein Herzecho zur weiterführenden Diagnostik an, bereiten Sie Ihr Kind bestmöglich darauf vor. Erklären Sie ihm was gemacht wird und nehmen Sie ihm eventuelle Ängste. 

Es gibt nicht wovor sie Angst haben müssten, denn die Untersuchung ist für die kleinen Patienten absolut schmerzfrei. Es ist wichtig, dass sich das Kind während der Untersuchung so ruhig wie möglich verhält. Dauert die Untersuchung für ungeduldige kleine Patienten zu lange, ist auch eine kurze Pause möglich.

Ein Kuscheltier oder die Lieblingsmusik zur Ablenkung kann wahre Wunder bewirken. Auch Trinken und Essen ist, wenn nötig, zur Beruhigung möglich.

Wie sieht ein Herzultraschall bei einem Baby aus?

Bereits bei Säuglingen kann ein Herzultraschall durchgeführt werden. Wichtig ist, dass das Baby während der Untersuchung ruhig liegt. Es hat sich bewährt das Kind direkt vor oder in Einzelfällen während der Untersuchung zu füttern. Die Untersuchung kann mitunter eine halbe Stunde bis Stunde dauern und hängt auch vom Kind selbst ab.

Ist das Kind nicht zu beruhigen und die Untersuchung nicht möglich, wird ein neuer Termin vereinbart. Es ist zudem sinnvoll, eine Uhrzeit zu wählen, der sich mit dem Schlafrhythmus des Kindes deckt. So kann auch bei unruhigen kleinen Patienten die Untersuchung ohne Unterbrechung durchgeführt werden.

Arten des Herzultraschalls

Ein Herzultraschall kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Die gewählte Methode hängt von der Art der Beschwerden und dem aktuellen Gesundheitszustand des Patienten ab.

Die häufigsten Untersuchungsmethoden sind:

  • Transthorakale Echokardiographie (TTE)
    Die Ultraschalluntersuchung erfolgt bei dem auf der Seite liegenden Patienten von außen über den Brustkorb.
  • Transösophageale Echokardiographie (TEE)
    Hierbei wird der Ultraschallkopf mit einem Endoskop durch die Speiseröhre des Patienten eingebracht. Diese Untersuchung ist auch unter dem Begriff Schluck-Echo bekannt und macht Veränderungen am Herzen besonders gut sichtbar.
  • Stressechokardiographie
    Beim Stress-Echo wird die Untersuchung in Ruhe und zusätzlich unter Belastung durchgeführt. Dafür steigert der Patient durch die Betätigung am Ergometer seine Herzfrequenz. Bei Personen mit Handicap ist auch die Gabe eines Medikaments zur Steigerung der Herzfrequenz möglich. Durch die Belastung können die Funktion der Herzklappen sowie des Herzmuskels und der Blutfluss besonders gut beurteilt werden.
  • Kontrast-Echokardiographie
    Durch die Gabe eines Kontrastmittels kann der Blutfluss beurteilt werden. Diese Untersuchungsmethode wird vorrangig bei Personen mit einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt eingesetzt.
  • 3D-Echokardiographie
    Dreidimensionale Bilder stellen die Bewegungen und Kontraktionen des Herzmuskels besonders gut dar. Bei einer 3D-Echokardiographie werden die Bilder in Echtzeit dargestellt, was eine besonders präzise Diagnosestellung ermöglicht.
  • Doppler- und Farb-Doppler-Echokardiographie
    Mit dieser Untersuchungsmethode können die Fließgeschwindigkeit und die Flussrichtung des Blutes dargestellt werden. Dies dient besonders zum Erkennen von Beschädigungen in der Herzscheidewand und sonstigen Herzklappenfehlern.

Transthorakale Echokardiographie

Eine Variante der Echokardiographie ist die transthorakale Echokardiographie (TTE). Diese nicht invasive Untersuchungsmethode ist eine für den Patienten völlig schmerzfreie Möglichkeit das Herz mittels Ultraschall zu untersuchen. Dazu wird der Patient in eine Seitenlage gebracht und der Ultraschallkopf auf die Brust aufgesetzt. 

Stressechokardiographie

Beim Stressecho wird das Herz in Ruhephase und unter Belastung untersucht. In der Regel wird die Untersuchung durchgeführt, während der Patient auf dem Ergometer trainiert oder zur Steigerung der Herzfrequenz ein Medikament verabreicht. Mithilfe dieser Untersuchung können Durchblutungsstörungen des Herzmuskels erkannt werden, die unter Belastung besser sichtbar sind. Die Stressechokardiographie darf jedoch bei akuten Herz- oder Lungenbeschwerden nicht durchgeführt werden

Kosten eines Herzultraschalls

Ein Herzultraschall kann im The Aurora Ärztezentrum bereits ab 80 € durchgeführt werden. Je nach Untersuchungsmethode und Aufwand können die Kosten variieren. Gerne informieren wir Sie bei Ihrer Erstkonsultation über die genauen Kosten.

Bitte beachten Sie, dass es sich im The Aurora Ärztezentrum um Wahlarztordinationen handelt und die jeweiligen Privattarife von den Ärztinnen und Ärzten festgesetzt werden. Sind Sie bei uns in Behandlung, so reichen wir auf Wunsch Ihre Honorarnote bei der zuständigen Gebietskrankenkasse ein. Diese erstattet in der Regel bis zu 80% des Kassentarifs.

Herzultraschall - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Kann ich für einen Herzultraschall online einen Termin vereinbaren?

Die Terminvergabe für einen Herzultraschall erfolgt in der Regel nach einer ausführlichen Anamnese und einem Beratungsgespräch. Gerne können Sie für eine Voruntersuchung einen Termin über unsere Online-Terminvergabe buchen. Natürlich steht Ihnen auch unsere Rezeption unter +43 1 358 83 40 für eine Terminvereinbarung zur Verfügung.

Was muss ich für einen Herzultraschall mitbringen?

Für einen Herzultraschall sind keine besonderen Unterlagen notwendig. Es empfiehlt sich jedoch bequeme Kleidung zu tragen. Im Falle eines Stressechokardiographie bringen Sie bitte Sportkleidung und ein Handtuch zum Untersuchungstermin mit.

Nach Rücksprache mit dem Arzt verzichten Sie bitte am Untersuchungstag zudem auf herzwirksame Medikamente, um das Untersuchungsergebnis nicht zu verfälschen. Außerdem sollten Sie, abhängig von der Ultraschallmethode etwa sechs Stunden zuvor weder essen noch trinken.

Wie lange dauert ein Herzultraschall?

Je nach Untersuchungsart dauert der Herzultraschall zwischen 10 und 20 Minuten. Bei einer Stressechokardiographie müssen Sie etwas mehr Zeit einplanen, da hier noch die Dauer der Belastung auf dem Ergometer hinzugerechnet werden muss.

Wann bekomme ich die Ergebnisse eines Herzechos?

Sie werden bereits während der Untersuchung über Auffälligkeiten oder Komplikationen informiert. Das endgültige Ergebnis der Untersuchung wird Ihnen direkt im Anschluss mitgeteilt. 

Was genau macht der Arzt beim Herzultraschall?

Bei einem Herzultraschall wird das Herz mit einem Ultraschallkopf über den Brustkorb untersucht. Zur besseren Darstellung ist auch eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre möglich. Hierfür schluckt der Patient ein Endoskop mit einem daran befestigten Ultraschallkopf. Auch ein Ultraschall unter Gabe eines Kontrastmittels dient der besseren Darstellung der Herzfunktion.

Die äußerliche Ultraschalltechnik ist für den Patienten völlig schmerzfrei. Bei einem Schluck-Echo kann die Verabreichung eines leichten Beruhigungsmittels sinnvoll sein.

Welche Befunde können beim Herzecho festgestellt werden?

Das Herzecho dient der bildlichen Darstellung des Herzens. Mithilfe verschiedener Ultraschallmethoden können die Funktion des Herzens, der Blutfluss, sowie dessen Struktur untersucht werden. So sind Funktionsstörungen, Herzfehler und sonstige krankhafte Veränderungen besser diagnostizierbar.

Ist ein Herzecho gefährlich?

Das normale Herzecho ist vollkommen risikoarm und schmerzfrei. Da die transthorakale Echokardiographie eine nicht invasive Untersuchungsmethode darstellt und nicht ins Körpergeschehen eingegriffen wird, ist eine Verletzung ausgeschlossen. Auch die Ultraschallwellen stellen keine Gefahr oder Belastung für den Körper dar.

Welche Arten von Herzechos werden im The Aurora Ärztezentrum angeboten?

Bei uns im Ärztezentrum bieten wir die Transthorakale Echokardiographie (TTE) sowie die Stressechokardiographie an.