Behandlung von Schnarchen

HNO HEILKUNDE

Schnarchen entsteht durch Vibrationen an Engstellen der oberen Atemwege im Schlaf. Schnarchen kann einerseits ein eigenständiges Symptom sein, als auch im Rahmen einer schlafmedizinischen Erkrankung, wie zum Beispiel der obstruktiven Schlafapnoe, auftreten. Die Entstehung des Schnarchens ist meist multifaktoriell. In vielen Fällen liegt eine Erschlaffung der Rachenmuskulatur während des Schlafes zugrunde. Dabei kann vorbeiströmende Atemluft das Gewebe in Vibrationen versetzen, sodass das typische Schnarchgeräusch entsteht.

Im Rahmen der Abklärung ist neben der Eigenanamese auch, wenn möglich, eine Fremdanamnese unter Einbeziehung des Bettpartners von großer Wichtigkeit. Zur Beurteilung relevanter Strukturen empfiehlt sich eine HNO-ärztliche Begutachtung inklusive Untersuchung der Nase, des Mund- und Rachenraums. Eine weitere objektivierende schlafmedizinische Untersuchung sollte bei jedem Verdacht auf eine schlafbezogene Atemstörung, wie etwa der obstruktiven Schlafapnoe, großzügig gestellt werden. Die Einteilung dieser Erkrankungen erfolgt mittels dem AHI (Apnoe-Hypopnoe-Index) und bezeichnet in der Schlafmedizin die durchschnittliche Anzahl von Apnoe- und Hypopnoe-Episoden pro Stunde.