Ernährung Stoffwechselstörungen

DIÄTOLOGIE

Stoffwechselstörungen oder Stoffwechselkrankheiten entstehen, wenn dem Körper wichtige Substanzen (z.B. Hormone) fehlen oder zu viele davon produziert bzw. im Körper gespeichert werden. In der Folge geraten Körperkreisläufe aus dem Gleichgewicht. Stoffwechselstörungen können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. In vielen Fällen spielt auch der Lebensstil für die Entwicklung einer Erkrankung eine Rolle.

Steigt der Fettspiegel des Bluts an kann es zu verschiedenen Störungen des Fettstoffwechsels kommen:

  • Hypercholesterinämie (zuviel LDL-Cholesterin)
  • Hypertriglyzeridämie (zuviel Triglyzerin)
  • Kombinierte Hyperlipidämie (zuviel LDL-Cholesterin und Triglyzerin)

Fettstoffwechselstörungen gelten als Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose).

Ziel der Ernährungstherapie ist es die Ernährungsgewohnheiten und den Lebensstil anzupassen und zu optimieren, um langfristig den erhöhten Cholesterin- oder Triglyzeridspiegel, sowie das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, zu senken.

Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Harnsäurewerte im Blut erhöht sind. In der Folge wird harnsaures Salz im Körper abgelagert. Diese Ablagerungen findet man vor allem in Gelenken, es können aber auch Organe – vor allem die Nieren – betroffen sein.

Es wird der akute Gichtanfall von der chronischen Gicht unterschieden. Beim akuten Gichtanfall ist ein Gelenk plötzlich (oft über Nacht) stark entzündet. Bei der chronischen Gicht können sich die Harnsäurekristalle sowohl in mehreren Gelenken wie auch in deren Umgebung oder in der Haut, oder sogar in Organen ablagern.

Hauptziel der Behandlung ist, den Harnsäurespiegel im Blut in den Normbereich zu senken. Das bedeutet vor allem eine Umstellung des Lebensstils, speziell der Ernährung (Alkoholkarenz, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und purinarme Kost, z.B. keine Innereien, wenig Fleisch, kein Bier).

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte charakterisiert ist. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Formen der Zuckerkrankheit: Diabetes-Typ-1 und Diabetes-Typ-2. Darüber hinaus gibt es noch Sonderformen der Zuckerkrankheit, z.B. den Schwangerschaftsdiabetes.

Ziel der Ernährungstherapie ist es durch individuelle Maßnahmen den Blutzuckerwert nachhaltig zu senken und mögliche Folgeerkrankungen des Diabetes (wie zB. Sehstörungen, Nervenschädigungen, schlechte Wundheilung) zu vermeiden.