Wenn es unfreiwillig Zeit ist, dass sich was dreht, dann kann das häufig sehr unangenehm sein. Egal, ob während der Bewegung, bei Stillstand, im Stehen oder im Sitzen. Dieses empfundene unangenehme Gefühl wird häufig als Schwindel bezeichnet. Ein anderer Begriff dafür ist „Vertigo“. Doch was ist Vertigo genau und wie wird es behandelt?
Vertigo — Was ist das?
Der Begriff „Vertigo-Krankheit“ ist zunächst einmal ein wenig irreführend. Denn tatsächlich handelt es sich bei Vertigo nicht um eine eigenständige Krankheit bzw. Diagnose, sondern eher um ein empfundenes Gefühl bzw. ein Symptom/Symptomkomplex. Umso wichtiger ist deshalb eine genaue Abklärung mit einem behandelnden Arzt. Denn dieser kann gemeinsam mit Ihnen den genauen Ursprung des Schwindels auf den Grund gehen und möglicherweise eine Behandlung gegen den Vertigo-Schwindel entwickeln.
Vertigo-Schwindel
Vertigo-Schwindel bzw. Schwindel im Allgemeinen wird unterschieden auf Basis des Auftretens, der typischen Begleitsymptome und auch durch den weiteren Gesundheitszustand der betroffenen Person. Schwindel kann dabei auf folgende Arten auftreten:
- Zeitlich;
- Räumlich;
- Situativ.
Außerdem wird beim Schwindel unterschieden zwischen:
- Psychogenem Schwindel (aus seelischem Ungleichgewicht resultierend);
- Peripher- oder zentral-vestibulärem Schwindel (im Gleichgewichtssinn oder Gehirn verursacht);
- Nicht-vestibulärem Schwindel (auf andere körperliche Ursachen zurückzuführen).
Insofern der Schwindel durch Störungen des Gleichgewichtsorgans ausgelöst wird, kann von einem sogenannten „gutartigen Lagerungsschwindel“ gesprochen werden. Dieser ist zwar durchaus unangenehm, aber in der Regel harmlos, da er einfach feststellbar und behandelbar ist. Hierbei wird der Vertigo-Schwindel durch ausgewählte Bewegungen ausgelöst.
Dementsprechend ist eine genaue Anamnese zur Art des Vertigo-Schwindels wichtig, da diese die Grundlage für eine geeignete Therapie darstellt.
Vertigo-Symptome
Vertigo-Symptome können unterschiedlich ausfallen. Dabei ist das häufigste Symptom ein Schwindelgefühl, das bis zu fünf Minuten andauern kann. Unter anderem kann dies auch zu Übelkeit führen oder sogar zum Erbrechen, wenn auch nur gelegentlich.
Ausgelöst werden die Vertigo-Symptome in der Regel durch schnelle Bewegungen des Kopfes. Beispielsweise beim Bücken, aufstehen aus dem Liegen, umdrehen beim Liegen oder beim Hinlegen. Auch bei einfachen Kopfbewegungen, wie einer seitlichen Neigung kann der Schwindel ausgelöst werden.
Vertigo — Was tun?
Gegen Schwindel / Vertigo empfiehlt sich zunächst der Besuch beim Arzt, sodass der Ursprung des Schwindels ermittelt werden kann. Damit dieser diagnostiziert werden kann, kann der Schwindel mechanisch provoziert werden. Dies geschieht im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung auf Nystagmus. Außerdem wird auch ein Kopf-Impuls-Test (IT) durchgeführt oder es werden spezifische neurologische oder psychologische Schwindeldiagnoseverfahren durchgeführt.
Vor allem sollte durch eine genaue Diagnose ausgeschlossen werden, dass es sich um eine ernstzunehmende Symptomatik handelt.
Genutzte Quellen:
- https://www.theaurora.at/leistungen/schwindel-diagnostik/
- https://www.gesundheitsinformation.de/gutartiger-lagerungsschwindel.html
- https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/hals-,-nasen-und-ohrenerkrankungen/symptome-von-ohrenerkrankungen/benommenheit-und-schwindel-vertigo
Folgender Arzt führt eine Schwindel-/Vertigo-Diagnostik im Aurora Ärztezentrum durch:


