Allgemeinmedizin

Allergiediagnostik und Behandlung

Allergiediagnostik und Allergietest in Wien

Ein Allergietest dient dazu, mögliche Auslöser allergischer Beschwerden zu erkennen. Allergien können sich sehr unterschiedlich äußern und betreffen häufig die Nase, die Augen, die Haut, die Atemwege oder den Magen-Darm-Trakt. Viele allergische Erkrankungen treten nicht nur saisonal auf, sondern begleiten Betroffene ganzjährig.

Im Rahmen der Allergiediagnostik werden die Beschwerden, die persönliche Lebenssituation und mögliche Auslöser systematisch erhoben. Je nach Fragestellung kommen anschließend Hauttests wie der Pricktest und oder Blutuntersuchungen wie die Bestimmung spezifischer IgE Antikörper zum Einsatz. Ziel ist es, die Symptome einzuordnen und auf dieser Basis eine passende weitere Vorgehensweise zu empfehlen.

Was ist eine Allergie und was passiert dabei im Körper?

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen aus der Umwelt. Zu diesen sogenannten Allergenen zählen unter anderem:

Bei einer allergischen Reaktion bildet der Körper Antikörper, häufig vom Typ Immunglobulin E. Kommt es erneut zum Kontakt mit dem entsprechenden Allergen, werden entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt. Diese Prozesse führen dann zu den typischen allergischen Beschwerden.

Für die richtige Einordnung von Testergebnissen ist eine klare Unterscheidung zwischen Sensibilisierung und Allergie wichtig. Eine Sensibilisierung bedeutet, dass ein Test positiv ausfällt, ohne dass zwingend Beschwerden auftreten müssen. Von einer klinisch relevanten Allergie spricht man erst dann, wenn ein positiver Test und typische Symptome nach Kontakt mit dem Allergen zusammenkommen.

Wann ist ein Allergietest sinnvoll?

Ein Allergietest ist dann sinnvoll, wenn Beschwerden wiederholt auftreten, über einen längeren Zeitraum bestehen oder sich in bestimmten Situationen verstärken. Besonders wichtig ist eine Abklärung, wenn die Ursache der Symptome unklar ist oder die Beschwerden den Alltag spürbar beeinträchtigen.

Häufige Gründe für eine allergologische Abklärung sind ein anhaltender Schnupfen ohne Infekt, regelmäßige Niesattacken sowie juckende oder tränende Augen. Auch eine dauerhafte Nasenverstopfung oder ein Druckgefühl im Bereich der Nebenhöhlen kann auf eine Allergie hinweisen. Hauterscheinungen wie Juckreiz, Quaddeln oder Ekzeme sollten ebenso abgeklärt werden wie Husten, pfeifende Atmung oder Atemnot, da diese auf ein allergisches Asthma hindeuten können.

Weitere typische Anlässe für einen Allergietest sind Beschwerden nach Tierkontakt, Symptome in bestimmten Innenräumen wie dem Schlafzimmer, Magen-Darm-Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel oder Reaktionen nach Insektenstichen. Auch bei Verdacht auf Kreuzallergien, etwa zwischen Birkenpollen und bestimmten Obst oder Nusssorten, ist eine gezielte Diagnostik sinnvoll.

Ein Allergietest kann grundsätzlich das ganze Jahr über durchgeführt werden. Bei Verdacht auf eine Pollenallergie muss daher nicht zwingend auf die Pollensaison gewartet werden.

Warum ist eine frühe Allergiediagnostik wichtig?

Allergische Beschwerden werden häufig unterschätzt oder über längere Zeit nur symptomatisch behandelt. Unzureichend abgeklärte Allergien können sich im Verlauf verstärken und in manchen Fällen auch die Atemwege betreffen.

Eine frühzeitige und gezielte Allergiediagnostik schafft Klarheit, ermöglicht eine passende Behandlung und kann dazu beitragen, Beschwerden langfristig zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Welche Allergien können mit einem Allergietest abgeklärt werden?

Je nach eingesetzter Testmethode lassen sich unterschiedliche Allergieformen untersuchen. Häufig stehen Pollenallergien wie Gräser, Birke oder Beifuß im Fokus. Auch Hausstaubmilbenallergien, Tierhaarallergien und Schimmelpilzallergien können abgeklärt werden.

Darüber hinaus ist eine Diagnose bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergien oder Insektengiftallergien möglich. Kontaktallergien, etwa auf Metalle oder Duftstoffe, werden in der Regel mithilfe eines Epikutantests abgeklärt. Dieser Test wird im The Aurora Ärztezentrum jedoch nicht durchgeführt.

Welche Allergene getestet werden, richtet sich immer nach den individuellen Beschwerden und der Anamnese. Eine pauschale Testung auf möglichst viele Allergene ist meist nicht zielführend. Ziel ist eine gezielte und medizinisch sinnvolle Abklärung.

Welche Allergietests gibt es?

In der Allergiediagnostik stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung, mit denen allergische Erkrankungen abgeklärt werden können. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Hauttests, Labortests (Blutuntersuchungen) und Provokationstests. Welche Testart im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, der Krankengeschichte, dem vermuteten Allergietyp sowie vom persönlichen Risiko ab.

In der Regel erfolgt die Diagnostik schrittweise. Zunächst werden weniger belastende Verfahren eingesetzt. Nur wenn diese keine eindeutige Aussage ermöglichen, kommen weiterführende Tests zum Einsatz.

Hauttests in der Allergiediagnostik

Hauttests gehören zu den am häufigsten eingesetzten Untersuchungen in der Allergiediagnostik. Sie ermöglichen eine rasche Einschätzung, ob eine Sensibilisierung gegenüber bestimmten Allergenen vorliegt. Dabei wird beobachtet, wie die Haut auf den Kontakt mit potenziellen Allergieauslösern reagiert.

Was ist ein Pricktest und wofür wird er eingesetzt?

Der Pricktest ist der bekannteste und am häufigsten durchgeführte Hauttest zur Abklärung sogenannter Soforttyp Allergien. Diese Allergien äußern sich meist innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen.

Für den Test wird ein Hautareal, meist die Innenseite des Unterarms, desinfiziert und markiert. Anschließend werden kleine Tropfen verschiedener Allergenlösungen auf die Haut aufgebracht. Mit einer feinen Pricknadel wird die Haut durch den Tropfen hindurch oberflächlich angeritzt, ohne dass es zu einer Blutung kommt. Auf diese Weise kann das Allergen in die oberste Hautschicht eindringen.

Nach einer Wartezeit von etwa 15 bis 20 Minuten wird beurteilt, ob sich an den markierten Stellen eine Rötung oder eine Quaddel gebildet hat. Größe und Ausprägung der Reaktion werden dokumentiert und bewertet.

Der Pricktest eignet sich besonders zur Abklärung von:

Ein positiver Pricktest zeigt zunächst nur, dass das Immunsystem auf das getestete Allergen reagiert. Ob diese Sensibilisierung tatsächlich für die bestehenden Beschwerden verantwortlich ist, lässt sich erst durch die Zusammenschau mit der Anamnese und den Symptomen beurteilen.

Weitere Hauttests

Neben dem Pricktest existieren weitere Hauttestverfahren wie der Reibtest oder der Scratchtest, die in speziellen Situationen eingesetzt werden können. Diese Tests dienen meist einer orientierenden Einschätzung und kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn ein sehr starker Verdacht auf eine Allergie besteht.

Der Epikutantest (Pflastertest) wird zur Abklärung von Kontaktallergien eingesetzt, etwa bei Verdacht auf Allergien gegen Metalle, Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Dieser Test wird im The Aurora Ärztezentrum nicht durchgeführt.

Labortests bei Allergien

Blutuntersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der Allergiediagnostik, insbesondere dann, wenn Hauttests nicht möglich oder nur eingeschränkt aussagekräftig sind.

Wann ist ein Bluttest bei Allergien sinnvoll?

Ein Bluttest ist vor allem dann sinnvoll, wenn:

Bei einem Allergiebluttest werden spezifische IgE Antikörper gegen definierte Allergene im Blut bestimmt. Diese Antikörper weisen darauf hin, dass das Immunsystem auf bestimmte Stoffe sensibilisiert ist.

Ein häufig eingesetztes Verfahren ist der RAST Test oder moderne, vergleichbare spezifische IgE Tests. Dabei wird im Labor gemessen, ob und in welcher Menge IgE Antikörper gegen einzelne Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze oder Nahrungsmittelbestandteile vorhanden sind. Die Ergebnisse werden in Klassen eingeteilt und liefern Hinweise auf das Ausmaß der Sensibilisierung.

Zusätzlich kann der Gesamt IgE Wert gemessen werden. Dieser kann Hinweise auf eine allergische Veranlagung geben, erlaubt für sich allein jedoch keine sichere Aussage über das Vorliegen oder die Stärke einer Allergie.

Auch bei Bluttests gilt, dass ein positives Ergebnis zunächst eine Sensibilisierung anzeigt. Ob diese klinisch relevant ist, muss immer im Zusammenhang mit den Beschwerden beurteilt werden.

Moderne Labortests und molekulare Allergiediagnostik

Moderne Multiplex Verfahren wie ALEX oder ISAC ermöglichen eine besonders differenzierte Allergiediagnostik. Mit nur einer Blutprobe können zahlreiche Allergene und sogenannte Allergenkomponenten gleichzeitig untersucht werden.

Diese Tests sind vor allem dann sinnvoll, wenn:

Die molekulare Allergiediagnostik erlaubt es, nicht nur die Allergenquelle, sondern einzelne Proteinbestandteile zu identifizieren. Dadurch können Aussagen über mögliche Reaktionsstärken und Kreuzreaktionen präziser getroffen werden. Die Ergebnisse unterstützen die Therapieplanung, ersetzen jedoch nicht das ärztliche Gespräch und die klinische Einordnung.

Wann sind Provokationstests notwendig?

Provokationstests stellen den letzten Schritt in der Allergiediagnostik dar und werden nur bei klarer medizinischer Fragestellung eingesetzt. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn typische allergische Beschwerden bestehen, Haut und Bluttests jedoch keine eindeutigen Ergebnisse liefern.

Bei einem Provokationstest wird das verdächtige Allergen unter ärztlicher Aufsicht in genau definierter Menge verabreicht, zum Beispiel über die Nasenschleimhaut. Anschließend wird beobachtet, ob und in welcher Form Symptome auftreten.

Da Provokationstests mit einem erhöhten Risiko für stärkere allergische Reaktionen verbunden sein können, werden sie ausschließlich bei sorgfältiger Abwägung und unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt.

Wie läuft eine Allergieabklärung im Aurora Ärztezentrum in Wien ab?

Zu Beginn findet ein ausführliches Anamnese- und Beratungsgespräch statt. Dabei werden die aktuellen Beschwerden, deren Dauer und Intensität sowie mögliche Auslöser besprochen. Besonderes Augenmerk liegt auf zeitlichen Zusammenhängen, etwa saisonalen Schwankungen, Situationen im Alltag oder dem Kontakt zu bestimmten Stoffen. Auch berufliche und private Lebensumstände, Ernährungsgewohnheiten, bestehende Vorerkrankungen sowie bekannte Allergien in der Familie werden berücksichtigt.

Auf Basis dieser Informationen wird gemeinsam entschieden, welche diagnostischen Schritte sinnvoll sind. Je nach Fragestellung kann dies ein Hauttest, eine Blutuntersuchung oder eine Kombination aus beiden sein. Ziel ist eine möglichst gezielte Diagnostik, um unnötige Untersuchungen zu vermeiden und dennoch ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

Nach Vorliegen der Testergebnisse erfolgt eine ausführliche Befundbesprechung. Die Ergebnisse werden dabei immer im Zusammenhang mit den geschilderten Beschwerden interpretiert. Abschließend werden die nächsten Schritte besprochen, etwa weitere Abklärungen, therapeutische Maßnahmen oder Empfehlungen für den Alltag.

Was sollte man vor einem Allergietest beachten?

Damit Allergietests möglichst aussagekräftig sind, sollten einige Einflussfaktoren bereits im Vorfeld berücksichtigt werden. Bestimmte Medikamente, insbesondere Antihistaminika, können das Ergebnis von Hauttests beeinflussen. Für den Pricktest wird daher empfohlen, Antihistaminika etwa drei Tage vor der Testung abzusetzen. Da die Allergieabklärung im Aurora Ärztezentrum jedoch in der Regel auch eine ergänzende Blutuntersuchung umfasst, ist ein Absetzen nicht zwingend notwendig. Ob und in welchem Ausmaß Medikamente pausiert werden sollen, wird individuell entschieden.

Auch akute Infekte oder stark gereizte Hautareale können Hauttests verfälschen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Testung zu verschieben oder auf eine Blutdiagnostik auszuweichen.

Bitte informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle derzeit eingenommenen Medikamente sowie über bekannte schwere allergische Reaktionen in der Vorgeschichte. Bringen Sie nach Möglichkeit vorhandene Vorbefunde, Ergebnisse früherer Allergietests und eine aktuelle Medikamentenliste mit. Auch eine kurze Aufzeichnung darüber, wann und unter welchen Umständen Beschwerden auftreten, kann die Diagnosestellung erleichtern.

Wann liegen die Ergebnisse eines Allergietests vor?

Der Pricktest ermöglicht direkt im Anschluss an die Untersuchung eine erste Einschätzung, da Hautreaktionen innerhalb weniger Minuten sichtbar werden. Die endgültige Beurteilung erfolgt im Rahmen der Befundbesprechung.

Die Ergebnisse von Blutuntersuchungen liegen in der Regel nach etwa einer Woche vor. Sobald alle Befunde verfügbar sind, werden diese gemeinsam besprochen und im Zusammenhang mit den bestehenden Beschwerden eingeordnet.

Was bedeutet ein positiver Allergietest wirklich?

Ein positives Ergebnis eines Allergietests zeigt zunächst, dass das Immunsystem auf ein bestimmtes Allergen reagiert. Dieser Zustand wird als Sensibilisierung bezeichnet. Eine Sensibilisierung allein bedeutet jedoch noch nicht, dass eine Allergie mit Krankheitswert vorliegt.

Von einer Allergie im medizinischen Sinn spricht man erst dann, wenn typische Beschwerden auftreten, diese zeitlich mit dem Kontakt zum Allergen zusammenhängen und die Testergebnisse dieses Bild unterstützen. Deshalb ist die ärztliche Befundbesprechung auch ein zentraler Bestandteil der Allergiediagnostik. Sie hilft nämlich, unnötige Einschränkungen im Alltag zu vermeiden und gleichzeitig relevante Allergien frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Gibt es Risiken bei einer Allergieabklärung?

Allergietests gelten grundsätzlich als sichere Untersuchungsmethoden. Dennoch kann es im Rahmen einer Allergieabklärung theoretisch zu allergischen Reaktionen kommen. Diese äußern sich meist mild, etwa durch Juckreiz, Rötungen oder ein allgemeines Unwohlsein.

In seltenen Fällen können auch stärkere Reaktionen wie Herzrasen, Atemnot oder Kreislaufbeschwerden auftreten. Sehr selten sind schwere allergische Reaktionen bis hin zu einem allergischen Schock. Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin ist auf solche Situationen vorbereitet und hält jederzeit geeignete Notfallmedikamente bereit, um rasch reagieren zu können.

Was kostet eine Allergiediagnostik im Aurora Ärztezentrum?

Die Allergieabklärung im The Aurora Ärztezentrum kostet 180 Euro und dauert etwa 20 Minuten. Im Rahmen der Untersuchung werden eine Anamnese erhoben, vorhandene Befunde besprochen und die geeignete Form der Allergiediagnostik festgelegt.

Werden die Kosten für die Allergiediagnostik von der Krankenkasse übernommen?

Das Aurora Ärztezentrum ist eine Wahlarztordination. Auf Wunsch reichen wir Ihre Honorarnote bei der zuständigen Krankenkasse ein, die in der Regel bis zu 80 Prozent des Kassentarifs erstattet.

Im Aurora Ärztezentrum ist es uns wichtig, dass Sie sich gut informiert und medizinisch gut begleitet fühlen. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, erklären die Ergebnisse nachvollziehbar und besprechen gemeinsam, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind. Zur Terminvereinbarung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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